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  • Gott und sein Renkalb von willyDatum27.03.2013 16:21
    Blog-Kommentar

    Tja, wie übertrage ich Sprichwörter?

    An diesem Problem kann sich jeder Übersetzer die Zähne stumpf beißen! Ich denke an eine Redensart im Hohen Norden. Wer mal bei -40° Kälte draußen arbeiten durfte weiß wie schnell sich seine Nase schält: die ist meist der erste Körperteil der Anzeichen von erfrieren zeigt: die Haut löst sich wie bei sonnenbrand... Wenn jemand sich nun in Dinge einmischt, die ihn nix angehen und er löst entsprechende Reaktionen aus, gibt es am Polarkreis die Redensart: Der bekommt wohl neue Haut auf seine Nase. Das versteht hier niemand... außer es wird sinngemäß übertragen: Da hat sich einer die Finger verbrannt!!

    Das war nun ein kleiner Ausflug in die Probleme eines Übersetzers. Aber eigentlich dachte ich ursprünglich an ganz was anderes. Worte - einfache, klare Worte, können sehr viel ausrichten. Gutes wie Schlechtes.
    "Papa, hilfst du mir mal?" Zwei Augen blicken gereizt über den Rand der Zeitung: "Lass das, das kriegst Du nicht hin!" Dann verschwinden sie wieder in der Zeitung. Und ich? Ich war am Boden zerstört. Papa sah wieder nur meine Behinderung und traute mir nichts zu. Weinend verkroch ich mich und spielte eben mit den Puppen meiner Schwestern...
    Ein Junge weint nicht. Gut, ich weinte nicht mehr, jahrelang. Dafür war mein Bett fast täglich nass....

    Als ich in die Gemeinde kam hörte ich, dass Gott ein Vater sei. Wütend kam ich nach Hause. Das hätte Mami mir eher sagen können, dann wäre ich da wohl nie hingegangen... Es dauerte bis ich begriff, dass mein Vaterbild ein total falsches war. Ich lernte in kleinen Schritten: Gott schickt mich nicht weg, wenn ich Mist baue. "Komm, wir versuchens miteinander..." Das waren seine Worte. Ganz langsam fasste ich Vertrauen: Gott liebt mich auch dann, wenn ich Bruch mache. Ich bin und bleibe sein Kind auch wenn mein Alltag Scherben zurück lässt.

    Ich denke an ein Ereignis der fünfziger Jahre. Stockholm, im Hof des königlichen Schlosses. Großvater hatte seinem Enkel eingeschärft, dass im Schlosshof kein Fußbal gespielt wird. Da war wohl für Karl Gustav die Versuchung zu groß. Schon war es passiert:eine der unersetzlichen GLasmalereien im Treppenhaus ging zu Bruch. Schon war einer der Diener zugegen. "Warte nur, Bengel, ich sag das deinem Großvater!" donnerte er los und ging zum Diensteingang und fragte um dringende Audienz beim König. Inzwischen lief der Junge zum Privateingang . Als der Lakai eingelassen wurde lag der Junge auf Opas Schoß und schlief. "Lass gut sein, Eric," rief Opa dem Diener zu, "Karl hat mir schon alles gesagt!" Der Verkläger ging unverrichteter Dinge zurück.
    Als Kinder haben wir jederzeit freien Zugang zu Vater. So hat der Verkläger keine Chance. Jesus ist der immer freie Weg zum Vater, den ich jederzeit gehen darf.

    Ein einfaches ja zu Jesus genügt um mit Gott ins Reine zu kommen. Auch für Dich!

    willy

  • Gott und sein RenkalbDatum26.03.2013 16:58
    Blog-Artikel von willy

    Worte sind mehr als Schall und Rauch. Sie können aufbauen oder niederreißen, heilen oder zerstören. Worte sind Instrumente der Macht oder eben der Ohnmacht.
    Ich bin von Berufs wegen vorbelastet. Jahre lang waren Worte mein Werkzeug. Als Erzieher, Pastor und später als Übersetzer. Worte können eindeutig, aber auch mehrdeutig sein. Den Sinn von Worten zu erfassen gehörte zu meinen interessantesten Aufgaben.

    Ich nehme Euch mal mit auf eine kleine Reise. Als Übersetzer gerät man nicht selten an Grenzen, an die man eigentlich gar nicht dachte. Da sind plötzlich Worte nicht mehr ganz so wichtig wie die Ursprungs- und die Ziel-Kultur. Lasst mich das an einem Erlebnis erklären. Für mich sind Schafe eine Selbstverständlichkeit. In meiner Kindheit kam jeden Winter ein Schäfer mit eine riesigen Herde durch unsere Gegend. So lernten wir Kinder viel über diese Tiere, die einfach zu unserem Leben gehörten. Als ich in der Gemeindearbeit im Norden von Schwedisch Sameland stand predigte ich einmal über das Lamm Gottes. "Onkel," unterbrach mich klein Anders. "Lämmer, sind das diese komischen Wollknäuel, die unser Nachbar hat?" Ich versuchte zu klären. "Du warst erst wenige Tage alt, als Deine Eltern Dir ein Rentierpaar schenkten. Inzwischen bist Du ja ein großer Junge geworden und hast schon viele Tiere. Wenn Du erwachsen bist kannst Du von Deiner Herde leben. Zur Zeit von Jesus hatten Bauern im Orient Schafe. Davon lebten sie. Die Schafe sind das allerwichtigste für einen Bauern dort, wie für dich die Rentiere das wichtigste sind. Klein Anders stellte einen Stuhl neben mich, stellte sich darauf und verkündigte dann: "Jesus ist also Gottes Renkalb!" Der Junge hat es also voll begriffen. Um es mit Anders' Worten zu sagen: Gottes Renkalb muss ich also unbedingt haben...

    Fortsetzung folgt

  • Die Osterwoche: PalmsonntagDatum26.03.2013 14:04
    Foren-Beitrag von willy im Thema

    Sonntag in aller Frühe

    da wälzen Frauen buchstäblich ein schweres Problem. Sie sind auf dem Weg zu der Grabkammer, in die man in der Eile den Leichnam Jesu gelegt hatte. „Wer wälzt uns den Stein weg?“ Das war die große Frage. Der Grabeingang war doch verschlossen, eindringen unmöglich. Zudem waren doch da die römischen Wachen, die Pilatus aufstellen ließ. Es schien einfach unmöglich Jesus diesen letzten Liebesdienst zu erweisen und seinen Leichnam mit Kräutern zu konservieren...

    Sie kommen zum Grab und staunen: es ist offen, der Stein ist weg. Neugierig treten sie ein und werden angesprochen: „Was sucht ihr den Lebendigen bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“ Dann begegnen sie ihm. Die Frauen laufen und erzählen es den Jüngern...
    Tja komm mir nur, Frauen hätten in der Verkündigung nix zu suchen! Als Jesus als Baby zur Beschneidung in den Tempel gebracht wurde, waren es wohl die Priester, die ihn erkannten? Nein, eine Frau erkannte und verkündete ihn als den Messias. Nach seiner Auferstehung waren es die Frauen, die ihn als erste erlebten und das seinen Jüngern, den Männern, berichteten. Diese vermuteten erst Stimmungsmache und Weibergeschwätz, bis sie sich selbst überzeugen konnten.

    Suchst Du den Lebendigen auch noch bei den Toten? Hier ist er nie zu finden. Nein! Aber eines seiner letzten markanten Worte lautet:

    Ich lebe und ihr sollt auch leben!

    willy

  • Die Osterwoche: PalmsonntagDatum26.03.2013 09:18
    Foren-Beitrag von willy im Thema

    Der lange Samstag

    Nun war es doch geschehen: der Mob verlangte Barabas, den Volkshelden. Jesus aber nagelten die Römer ans Kreuz. Die Jünger hatten es erlebt: die Sonne hielt es nicht aus und verfinsterte sich. Im Tempel zerriss der Vorhang, der die Menschen von Gottes Heiligtum trennte.

    Am Freitag musste alles noch sehr schnell gehen: schließlich sollten keine Leichen den Sabbat über vor der Stadt hängen. Man wollte doch ein würdiges Passah feiern... Hier war noch das leere Familiengrab eines reichen Bürgers. Hierhin legte man den Leichnam Jesu. Aus den Augen, aus dem Sinn!

    Dann aber gab es doch noch ein wenig Unruhe beim Hohen Rat: was, wenn Jesus die Wahrheit sagte und er am dritten Tag auferstehen würde? Was, wenn das nicht gelogen wäre?? Schnell sendet man Leute zu Pilatus: „Der Scharlatan, den Du hast kreuzigen lassen, sagte er werde auferstehen. Lass bitte das Grab bewachen...“ So sehr sicher waren die Volksführer also doch nicht.

    Ja, da machte noch eine Geschichte die Runde. Der Offizier, jener kaltblütige Haudegen, der auf Golgatha Wache schob, hatte ganz entsetzt ausgerufen: „Dieser ist wirklich Gottes Sohn gewesen!“ Ein Römer hatte die Wahrheit erkannt im Gegensatz zur Hohen Geistlichkeit Israels.

    Für einige Menschen muss dieser Samstag unerträglich lange gedauert haben...

    Willy

  • Foren-Beitrag von willy im Thema

    Ach, Du weißt nicht warum wir angeblich laangsaaaaaaaaaaaaaaam sind? Nur damit die Welt mit uns Schritt halten kann.

    So, nun mach ich mein Fenster auf, damit der Rauch abzieht, juckt ganz grausam in den Augen!

    auch ich bin (meistens) friedlich

    Willy

  • Foren-Beitrag von willy im Thema

    ...wie traurig! Als Schweizer bin ich ja kein Europäer. Ich bin ja fast ein Insulaner. Die kleine, unförmige Insel Schweiz ist ja total vom Meer Europa umgeben. Ich hisse mal ne gaaaaanz kleine weiße Flagge, damit die friedensnobelpreisgekrönten Europäer uns als Unikat mitten in ihrem Meer leben lassen. Wäre ja langweilig, wenn es hier gar keine Fremdkörper mehr gäbe: nur liebe gaaaaaaaanz friedliche Europäer. Werden die mich nun stechen??

    Willy, der ganz schnell wechtaucht...

  • Die Osterwoche: PalmsonntagDatum25.03.2013 16:19
    Foren-Beitrag von willy im Thema

    Was soll ich denn machen mit Jesus?

    Je länger der Zimmermann vor ihm stand, desto unsicherer wurde der römische Prokurator. Sicher war er als Machtmensch bekannt der über Leichen ging, wenn es galt seinen Vorteil durchzusetzen. Doch was war mit diesem Jesus aus Nazareth? Ohne Zweifel, der Mann hatte Macht. Eine andere Macht, der Pontius Pilatus bisher im Leben nie begegnet war. Das verunsicherte ihn zutiefst.

    "Weißt du nicht wem Du gegenüberstehst? Ich habe Macht Dich umzubringen oder Dich freizulassen. Wer bist Du?"

    Schweigen.

    "Bist Du der König der Juden?"

    "Bist Du selbst darauf gekommen oder haben Dir das andere erzählt?"

    "So stimmt das also doch? Du bist also ein König!"

    "Du sagst es! Ich bin ein König. Wäre mein Reich von dieser Welt würden meine Diener kämpfen, dass ich Dir nicht ausgeliefert werde..."

    "Ich finde keine Schuld an ihm." Aber im Tumult gehen diese Worte des Pilatus wohl unter. Schließlich hören wir die Frage: "Was soll ich denn machen mit Jesus?" Das ist die Bankrotterklärung des römischen Statthalters. Wenn dieser sich auch um nichts scherte, das Recht beugte wie es ihm gerade passte: mit diesem Menschen konnte er das nicht tun. Hier begegnete ihm eine Autorität, der er sich schwerlich entziehen konnte.
    Und doch ließ er Jesus hinrichten wider besseres Wissen.

    Da sitze ich im Gottesdienst und höre das Wort. Zum ersten mal werde ich Sünder genannt. Ich höre es klar: SCHULDIG des Todes. Ich kann mich winden wie ich will. Ja, was soll ich denn machen mit Jesus, den sie den König nennen? Ignorieren lässt er sich nicht. Wenn ich das versuche meldet er sich wieder mit einer sehr unangenehmen Penetranz: Schuldig, ohne jeden Zweifel. Doch dann sehe ich gerade diesen Mann, zerschunden und blutend. Ihm wird das Kreuz brutal auf die Schulter geknallt. Nein! möchte ich schreien, nein, nicht er war's! Ich sehe seinen Blick. Kein Hass nur sehr tiefe Trauer. Unter der sengenden Sonne geht es hinaus aus der Stadt, weg vom Tempel. Hinaus, wo die Schande nicht die Stadt beschmutzt. Und da wird er festgenagelt. Ich vernehme die Hammerschläge, sehe wie das Kreuz mit brutalem Ruck aufgerichtet und in den Boden gerammt wird.
    Ich winde mich. Nein, nicht er war's! Ich möchte schreien, bleibe aber stumm... Stimmt, er trug meine Sünde, nahm auf sich meine Schmerzen. Die Strafe liegt auf ihm zu meinem Frieden und durch seine Striemen bin ich geheilt.

    "Wir lesen gerade Jesaja 53. Bitte, lies uns dieses Kapitel vor als wäre es für Dich allein geschrieben." Ich schlucke, stottere, habe jede Mühe zu lesen. Zum ersten Mal habe ich keine Möglichkeit dem Geschehen auf Golgatha auszuweichen. Schuldig, s c h u l d i g, S-C-H-U-L-D-I-G!! Dieses Wort gellt in meinen Ohren. Aber er, e r, E-R trug die ganze Schuld für mich. Er trug auch meine Schuld hinweg durch seinen Tod am Kreuz. Ich bin frei!

    willy

  • Die Osterwoche: PalmsonntagDatum25.03.2013 13:49
    Foren-Beitrag von willy im Thema

    Der Herr Jesus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; das tut, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis.
    1.Korinther 11,23-25

    Wie oft hatte Gott wohl allen Grund gehabt, sich von seinem Volk loszusagen. Er tat es nie, auch dann nicht, wenn er Israel die Folgen seines Ungehorsams fühlen ließ. Er blieb immer ihr Gott und Vater. Immer wieder lockt er seine Menschen, erweist Gnade vor Recht. Würde er das mit mir nicht auch tun hätte ich wohl längst ausgepustet!

    Mich beschäftigt jedoch vor allem was an diesem letzten Abend geschah. Jesus wusste, dass dies das letzte gemeinsame Essen mit seinen Jüngern sein würde. Er wusste auch um den Verrat des Judas.

    Nach jüdischer Sitte sammelte sich die Familie zu Sedermahl. Im konkreten Fall waren das Jesus und seine 12 Jünger. Dann war da aber noch ein weiterer Platz oben am Tisch freigehalten und ein überzähliger Becher war auch da. Man wollte zeigen, dass man den Messias jederzeit erwartete. Er sollte diesen Platz einnehmen.

    Schon einmal lasen wir von Jesus, dass er sich in der Synagoge setzte und den Menschen erklärte, dass das Schriftwort über den Messias, das er eben gelesen hatte, vor ihren Augen in Erfüllung ging. Damals versuchten die Leute ihn über die Klippen bei Kapernaum zu stürzen...

    Jesus tut zuerst das, was jeder Hausvater beim Sedermahl tut: er taucht einen Brotbissen in die Soße und reicht dann das Brot den Jüngern. Es galt als unverschämt vor dem Hausherrn oder gleichzeitig mit ihm sein Brot in die Schüssel zu tauchen. Jesus spricht vom Verrat und sagt dann: der mit mir in die Schüssel taucht ist der Verräter. Eine überaus gespannte Lage. Judas war derjenige, der nicht warten konnte. Mehr will ich hierzu nicht sagen.

    Nun nimmt Jesus den Becher, der doch für den Messias bestimmt war und reicht diesen seinen Jüngern. Trinkt alle daraus... Wirklich, aus diesem Becher? Aber, daraus solltest doch nur Du trinken?! Damit erklärt Jesus die Ära der ungezählten Sündopfer für beendet. Er ist das Opferlamm, dessen Blut die Sünden nicht nur bedeckt sondern endgültig ausräumt. Damit, dass die Jünger aus dem Becher des Messias trinken eröffnet Jesus die Ära des königlichen Priestertums des Neuen Testaments. Diese Gnade steht allen, Juden und Heiden offen. Schon Jesaja durfte es aussprechen: Gott sagte durch ihn: Ich bin der Gott der ganzen Erde. So dürfen wir alle unsern königlichen Priesterdienst wahrnehmen und Vater anbeten.
    Welch wunderbare Berufung!

  • Die Osterwoche: PalmsonntagDatum25.03.2013 11:49
    Foren-Beitrag von willy im Thema

    Das wäre schön, ich bin aber dankbar, wenn jemand anders die Geschichte erzählen würde, meine Stimme macht nicht mehr so mit.

    Willy

  • Die Osterwoche: PalmsonntagDatum25.03.2013 11:38
    Thema von willy im Forum Predigten

    Der kleine Esel
    hmmm... eigentlich war ich mit meiner Lage gar nicht unzufrieden. Zwar war ich angebunden, aber neben mir war ja meine Mama. Da konnte ich ja noch trinken und Futter hatte uns unser Herr auch hingestellt.
    Stinklangweilig war es schon, so am gleichen Fleck zu stehen und wenn ich weiter drüben die grüne Wiese sah, die jetzt, im Frühling, wieder voller Blumen war, wäre ich doch gerne dort herumgetollt.
    Menschen schlenderten durch die Gasse, die einen gemütlich, die andern gehetzt, ein fröhliches Treiben.
    Da kommen junge Männer daher. Sie bleiben bei mir stehen und lösen meinen Strick ab. 'Was wird hier gespielt?' fragte ein Nachbar. 'Der Meister braucht ihn', war die Antwort. Ja, wo war denn mein Herr? Er sagte kein Wort dazu.
    Die Männer brachten mich zu einem Mann, den sie Jesus nannten, der versuchte sich auf meinen Rücken zu setzen. Das hätte er wohl besser nicht getan! Mit allen Mitteln versuchte ich erst einmal den Reiter loszuwerden. Vor Meisters Peitsche hatte ich panische Angst. Aber die schien Jesus vergessen zu haben. Vielmehr flüsterte er mir sanfte Worte ins Ohr und brachte mich so dazu, ihn in die Stadt hinein zu tragen.
    War das ein Tumult: Palmzweige und gar Kleider legten die Menschen auf den Boden. Und dann ging ein Jubel los... und ich? Ich durfte Jesus zu diesen Menschen hin tragen!!
    Und niemals mehr möchte ich zu dem alten Schinder zurückkehren!
    Doch wie schon oft erstaunen mich die Menschen. Da jubelten sie ihrem König zu. Doch wenige Tage später wurde meinem neuen Herrn der Prozess gemacht. Er habe sich ungebührlich benommen munkelte man. Eine Peitsche soll er genommen haben und habe im Tempel rumgetobt. Den Geldwechslern hat er die Tische umgestoßen und alle Tauben fliegen lassen. Komisch, zu mir war er die Güte selbst... So schlich ich durch die Gassen. Ich wollte wissen was hier gespielt wurde. „Wir wollen nicht, dass dieser über uns herrsche!“ brüllte der Mob. Es waren dieselben Leute die ihren König bejubelt hatten. Schon komisch, die Menschen: als Lachnummer auf einem Esel hieß man ihn als König willkommen. Aber herrschen sollte er keineswegs. Und das soll ich Esel begreifen?
    Soweit, die Geschichte aus der Sicht des Esels... Aber geht es mir nicht ähnlich? Jünger Jesu banden mich los und brachten mich zu ihm. Und da war es nicht die teuflische Peitsche, es waren Worte der Liebe, die mich dazu brachten, mit Jesus weiter zu gehen
    Frage ist nun: geritten wirst Du, aber von wem? Reitet Dich Satan, wirst Du von ihm zu Tode geritten. Lässt Du Dich aber lösen und zu Jesus führen, wird er Dich sanft ans Ziel bringen und Du wirst ihn zu den Menschen tragen. Was wollen wir zulassen? Mit Jesus kommst Du ans Ziel!

    Willy

  • Lustige TischdekorationDatum25.03.2013 10:57
    Foren-Beitrag von willy im Thema

    ...da muss ich noch passen. Beim nächsten mal...

    Willy

  • Das Feuer GottesDatum24.03.2013 12:49
    Thema von willy im Forum Predigten

    Das Feuer Gottes

    Johannes 21: ich gehe fischen! 2.Mose 3: Am Dornbusch, Apg. 2: Feuerflammen

    Petrus hatte wohl die schlimmsten Tage seines Lebens hinter sich gebracht. Jede Hoffnung, die er in Jesus gesetzt hatte, war mit der Hinrichtung am Kreuz geplatzt. Dann waren da jene Frauen, die ein Gerücht von Auferstehung verbreitet hatten... Weit schwerer wog aber sein Versagen. Hatte er nicht geleugnet Jesus überhaupt zu kennen? Und dann der Hahn, der Verräter! Vor einem Gockel musste er klein beigeben... Wo er hinhörte, wie er sich auch bewegte, überall hörte er den Hahn: Du feiger Verräter!!
    Das alles drückte ihn nieder. Da lagen noch seine Boote am Ufer. „Ich gehe fischen“ erklärte er. Zu was anderem schien er wohl nicht zu taugen. Seine Kameraden verstanden und gingen in jener Nacht mit. Es wurde eine sehr lange Nacht ohne jeden Erfolg.

    Hm, da steht ein Mann am Ufer und spricht die Fischer an. Petrus ist wohl all zu sehr mit sich und seinem Versagen beschäftigt. Kein Wunder erkennt er den Mann nicht; auch dann noch nicht, als sie auf seine Anweisungen hin handelten und einen riesigen Fang einbrachten. Tja, wenn ich eigene Wege gehe muss ich mich nicht wundern, wenn ich Jesus aus den Augen verliere und ihn nicht wieder erkenne. Aber da ist Johannes mit im Boot. Der sieht Jesus und macht Petrus darauf aufmerksam: „Es ist der Herr!“ Da ist Petrus nicht mehr zu bremsen. Er wirft die Kleider weg, schmeißt sich ins Wasser. Wozu noch warten bis das Boot das Ufer erreicht?! „Mach mit mir was Du willst, aber ohne Dich kann ich nicht mehr leben!“ Das mögen in etwa seine Gedanken gewesen sein. Und Jesus? Hält er ihm vor, was er angerichtet hat? Wirft er ihm sein Versagen vor? Gibt’s ne Standpauke? Nichts von alle dem: er erteilt Simon einen neuen Auftrag.

    Wir schauen zurück, betrachten den Moses.

    Hier stand der Mann, alt, abgearbeitet, verbraucht, ein alter Schäfer. Das Leben hatte ihm übel mitgespielt. Hatte er nicht tief in seinem Herzen gewusst, dass Gott ihn brauchen wollte? War das alles eine Fata Morgana? Ja, Gott hatte einmal über seinem Leben geredet, aber das lag weit hinter ihm zurück. Da war er zum Mörder geworden! Er hatte Gott nachgeholfen, hatte selbst ins Geschehen eingegriffen. Und die Israeliten wollten nichts mit ihm zu tun haben. Schließlich war er am Hof des Pharao, der Israel unterdrückte, aufgewachsen. Nun hatte er 40 Jahre als Schafhirte in der Wüste verbracht. Nun ja, an seiner Lage war er selber schuld.

    Wie oft hatte er sich über den Dornbusch geärgert, jene spitzen, scharfen Dornen, die jede Sandale durchdrangen! Da sah er ihn, wenige Meter weiter vorn. Er brannte. Hat wohl warm bekommen... komisch, brennt und verbrennt doch nicht? Muss ich gucken, da stimmt was nicht!

    Und dann redet Gott, endlich schweigt er nicht länger. Sicher musste Moses sich an seine Stimme gewöhnen... Da stand er nun barfuss im heißen Sand der Wüste und lauschte. ...der Dornbusch -- genau, das bin ja ich, kratzbürstig, mörderisch! Wieder zog sein Leben an ihm vorbei. Da gab es nichts mehr zu machen... Da hörte er die klare Stimme: „Was hast Du in Deiner Hand?“ Das hat noch gefehlt! „Muss das sein? In der Hand halte ich einen Stab, das war doch die Mordwaffe, mit der ich jenen Ägypter erschlug. Bitte, erinnere mich nicht daran!!“
    Aber Gott hatte eben erst begonnen, Moses in sein Werkzeug umzugestalten.
    Und Gott gebrauchte genau jenes Werkzeug, das Moses so gerne vergessen hätte, um Gottes Volk freizusetzen.

    „Moses (Willy), du hast dich im Dornbusch erkannt. Das genügt mir nicht. Das Feuer meiner Liebe, das Feuer meines Eifers für die Verlorenen will ich in dir entflammen. Ich selbst will durch meinen Geist in dir brennen. Dabei verbrennst du nicht. Du wirst zu meiner Botschaft an Pharao und an dein Volk werden. Willst du das? Dann lass dich an deine Vergangenheit erinnern. Ich selbst lasse daraus Neues entstehen! Nichts, rein gar nichts, wird sein wie früher. Hast du mich verstanden? Die Wüste wird aufblühen wie ein Garten. So wird dein Leben aussehen. Wirf den Stab weg, lass ihn los! Ich will ihn fortan führen und anwenden!“

    Diese Worte gingen mir heute durch Kopf und Herz, als ich über Gottes Wort nachdachte.
    Darf Gott mich an meine Fehler, meine Mängel erinnern? Darf er Wunden auswaschen? Das schmerzt sehr, aber es ist heilsam. Er wird ein Neues schaffen. Alles wird er erneuern, wenn ich es ihm erlaube!

    So staune ich immer wieder und ich lasse mich heute gern auf ein Gespräch mit Gott ein – auch auf die Gefahr hin, dass er mir Unangenehmes aus meiner Vergangenheit in Erinnerung ruft. Das tut er nie um mich zu quälen, sondern um mich zu befreien.

    Mose war sicher einer der best ausgebildeten Staatsmänner seiner Zeit. Schließlich war er der Ziehsohn des Pharao und -- wie später Stephanus sagte -- gewaltig in Worten und Taten. Und dieser Mann steht hier und behauptet: Ich kann nicht reden. Da hat Gott wohl geschmunzelt, als er ihm antwortete: Aaron, dein Bruder hat ein geschliffenes Mundwerk, lass ihn für dich reden! Dieser gewaltige Mann, von ihm lesen wir, dass es keinen demütigeren Menschen gab, weder vor ihm noch nach ihm.

    Als ich fragte, wie aus diesem Hitzkopf der demütige Mann geworden ist, vernahm ich folgendes: „Du kannst nicht dem Feuer Gottes begegnen und derselbe bleiben. Aber du musst mich ranlassen an dein Vorleben.“
    Moses wurde zuerst an seine Vergangenheit erinnert und dann auf neue Wege geschickt. Wenn Gott alte Wunden aufreißt und heilt tut er es um uns für neue Aufgaben zu befähigen. Langsam kommt bei mir wieder richtige Freude auf: Gott führt uns immer wieder zu neuen Aufgaben und will uns brauchen zu seiner Ehre.

    Machen wir den Sprung zum Pfingstfest in Jerusalem. Zehn Tage zuvor war Jesus über 500 Menschen erschienen. Sie erhielten den Auftrag in Jerusalem zu warten bis sie mit Gottes Kraft ausgerüstet würden. Sie sahen, wie Jesus gen Himmel entrückt wurde. Von diesen Menschen waren noch 120 im Obergeschoß des Tempels am beten, als der Geist Gottes sichtbar als Feuerflamme über sie kam und sie erfüllte, ausrüstete für neue Aufgaben. Wie beim Dornbusch verbrannte niemand... Aber auch heute wie damals, kann niemand dem Feuer Gottes begegnen und derselbe bleiben. Ja, aus dem kleinlauten Simon ist ein furchtloser Verkündiger des Evangeliums geworden. Das tut mein Gott.

    Und noch ein Gedanke: Gott beruft nicht die Fähigen, er befähigt die Berufenen.



    Willy

  • Foren-Beitrag von willy im Thema

    Als ich den Titel hier las, kam mir dieser Gedanke: Welches Wunder ist größer? Ich erlebe, dass Gott mich anrührt und meinen kaputten Rücken heilt oder er gibt mir Kraft und Mut mit der Behinderung zu Leben? Nun, mein Leben ist sicher viel einfacher als das von Nick, auch wenn ständige Schmerzen mich ganz schön zermürben können. Als ich Gott bat, diese Schmerzen doch weg zu nehmen, fragte er mich, womit ich andere trösten wolle, wenn ich selbst nie Trost brauche... Dann aber überschüttet Vater mich mit solch unbändiger Freude und Kraft, dass ich meine Lage für ein Weilchen vergesse und nur noch anbeten und jubeln kann.
    Tja, was ist denn ein Wunder? Wenn ich über Vater staunen kann!!

    Willy

  • Lustige TischdekorationDatum23.03.2013 17:26
    Thema von willy im Forum Geschenk, Geschenkidee...

    Wenn sich "Christen im Beruf" bei mir zum Beten treffen, mach ich ne kurze Bibelarbeit. Danach beten wir. Den Abschluss des Abends bildet das Abendmahl und ein einfachen Essen. Da ich diese Tage krank war schaffte ich es gestern nicht zu kochen. So stellte ich mal gekochte Eier auf, dann gabs Kuchen und Kaffee. Als ich den Tisch sah, wollte mir das ganze nicht gefallen. Nun ist es aber recht schwierig einige Blumen aufzustellen. Was ich hier jetzt finden kann sind alles sehr kurzstielige Blumen, für die ich keine passende Vase fand. Was nehmen? Ein Schnapsglas? So man hat... mir kam ne lustige Idee: In einen kleinen Karton schnitt ich ein rundes Loch und legte zwei gegenüberliegende Seiten ca 1,5 cm breit um, so dass ein kleiner Bock entstand. Ins Loch klebte ich die gut erhaltene Schale vom Frühstücksei und steckte einige Thymianzweige da rein. Den Karton bedeckte ich mit Moos. Die "Vase" mitten auf nen Teller gestellt und darum die Eier angeordnet. Die Gäste waren begeistert.

    Ist einfach und kostet nix.

    Willy

  • Echte, bleibende Freude!Datum23.03.2013 16:24
    Thema von willy im Forum Predigten

    Freut euch und seid fröhlich im HERRN, eurem Gott.
    Joel 2,23

    Freuet euch in dem Herrn allewege, und abermals sage ich: Freuet euch! Eure Güte lasst kund sein allen Menschen! Der Herr ist nahe!
    Philipper 4,4-5

    Die Freude am Herrn ist eure Stärke!
    Nehemia 8,10


    Wenn wir diese Bibelworte richtig erfassen wollen, müssen wir wohl beachten unter welchen Umständen sie geschrieben wurden. Da ist der Philipperbrief. Er stammt aus einem römischen Gefängnis. Paulus spricht von Ketten, die er keinem gönnt. Ich könnte es gut verstehen, wenn er nun klagen würde. Davon lese ich aber nichts. Vielmehr lese ich von der Erwartung, dass Jesus kommt und von unbändiger Freude, die Paulus jubeln lässt.

    Joel sprach vom Gericht aber auch davon, dass Gott in der letzten Zeit seinen Geist über die Menschen ausgießen wird. Wie wir leicht ersehen muss es sich für die Gemeinde wie für die Juden um eine Zeit schwerster Verfolgungen handeln. Und mitten drin spricht der Prophet von der Freude im Herrn.

    Nehemia baute damals die Mauern Jerusalems wieder auf. Das geschah unter schwierigen Umständen. Der Schutt, die Bedränger. Alles war dazu angelegt, dem Volk den Mut zu rauben. Und da spricht Gott von Freude, die Kraft gibt. Eben die Freude am Herrn!

    Die Freude, von der hier die Rede ist hat nur einen Grund: sie ist unabhängig von äußeren Umständen und Widerwärtigkeiten. Sie ist die Freunde am ewig unverändert liebenden Gott, der mich hält, mich führt und mir auch Kraft gibt ihn in allen Situationen anzubeten.
    In Joh. 16 spricht Jesus angesichts seiner Hinrichtung von der unnachahmlichen Freude, die er seinen Nachfolgern schenken will, ja, die er selbst in seinen dunkelsten Stunden erleben durfte.

    Magst du bleibende Freude erleben? Die findest du in der Gemeinschaft mit dem lebenden Gott!

    Willy

  • Foren-Beitrag von willy im Thema

    Gott schreibt auch auf krummen Linien gerade! Mir wurde die folgende Geschichte zugemailt. Syrien. Ein Christ lernt einen Diabetiker im Rollstuhl kennen, erzählt ihm von Jesus und betet mit ihm. Der Mann verlässt geheilt sein Fahrzeug. Der Christ wird in den Knast gesteckt, weil er öffentlich im Namen Jesu gehandelt hat. Vor Gerricht. Der Richter macht den Vorschlag zehn gelähmte Diabetiker im Rollstuhl herzuschaffen. "Wenn du mit ihnen betest und alle werden gesund lass ich dich laufen." "Das wäre Gott versucht", war die Antwort des Mannes, der darauf sofort wieder eingekerkert wird. Kurz darauf stirbt jener Richter. Der Prozess beginnt erneut. "Bringt mir bitte zehn Diabetiker im Rolli, dass ich mit ihnen bete," bat der Angeklagte. Er betete in Jesu Namen und alle Diabetiker verließen geheilt den Gerichtssaal . Aus der weiteren Verhandlung sickerte durch: "Alle sind gesund. Aber wer hat denn den Juden Jesus hier reingelassen?!!"

    Willy

  • Foren-Beitrag von willy im Thema

    Immer wieder staune ich über Gottes Wirken gerade unter Muslimen. Hier ein Erlebnis: Elisabeth, meine Frau, war notfallmäßig wieder mal im Krankenhaus gelandet. Da fragte uns die leitende Schwester, ob sie sich von einem jungen Albaner pflegen lasse. Ali (Name geändert) fragte sie in jenen Taagen, ob sie einen Sprachlehrer kenne, der ihm helfen könnte. So landete der junge Moslem bei mir - zuerst als Schüler, später als Freund. Wie oft lasen wir gemeinsam in der Bibel. Wie viel Ali erfasst hat weiß ich ja nicht. Das bleibt Gottes Sache. Ich habe einen jungen Mann kennengelernt, der versuchte in unserer Kultur klarzukommen. Und die Gebete für ihn waren bestimmt nicht für die Katz. Gott arbeitet weiter an ihm, das bin ich mir sicher. Es ist doch oft so, dass ich einen Menschen ein Stück weit begleiten kann. Dann übernimmt ein anderer, der weiterführen darf. Das scheint Gottes Prinzip zu sein.

    willy

  • Foren-Beitrag von willy im Thema

    Ja, dieser Abschnitt unserer Bibel hat es in sich. Als erstes steht hier der Befehl hinzugehen und die Menschen Gottes Wort halten lehren. Das Wort, das wir mit lehren übertragen heißt im Griechischen erst einmal vorleben, zeigen, wie Gott es meint, dann führen, drängen, warnen und ganz zuletzt wenn nötig vom Katheder lehren. Diese Art lehren, nämlich vorleben kann von jedem Christen erwartet werden. Wenn ich aber hingehe darf ich mit Jesu Gegenwart, seiner Kraft und mit seinen Wunderzeichen rechnen.
    Kürzlich fragte mich jemand und klagte, dass in seiner Gemeinde kaum Wunder geschehen würden. "Tragt ihr das Evangelium denn über die Kirchenmauern hinaus? Die Wunderzeichen sind doch für Menschen gegeben, die Gott noch nicht kennen." Solange ich im Gemeindeghetto bleibe habe ich keinen Grund zu klagen. Die Bedingung um Gottes Gegenwart immer zu erleben heißt deutlich GEHE HIN!!

    willy

  • Albert Einstein - Ist Gott böse?Datum20.03.2013 17:07
    Foren-Beitrag von willy im Thema

    Ein Wort von Einstein, das zu denken gibt: Nicht an Gott zu glauben ist mir viel zu anstrengend!

  • Foren-Beitrag von willy im Thema

    In der "Schatztruhe Davids" von C.H.Spurgeon fand ich die folgende kurze Auslegung: Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Weil der Herr heute mein Hirte ist wird mir auch morgen nichts mangeln!

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